Baulos 75 niveaufreie Ausfädelung der Stadtbahn in die Marsbruchstraße

Arbeiten Baulos 75 im April 2013 - MIttelstreifen B1, Vorbereitung Gleisumlegung
Abzweig der Stadtbahn in die Marsbruchstraße
Übersicht Gestaltungskonzeption
Visualisierung der neuen Haltestelle Allerstraße / LWL-Klinik Dortmund
Das Projekt
Die Umsetzung des Projektes ist Voraussetzung für den Autobahnausbau der B1 zur A40 (6-streifiger Ausbau).
Das „Baulos 75“ umfasst die Beseitigung des heutigen signalgesteuerten Abzweigs der Stadtbahnlinie U47 von der B1 in die Marsbruchstraße. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die Vermeidung gegenseitiger Behinderungen zwischen dem Individualverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Die Beschlusslage
Mit dem Ratsbeschluss zum Stadtbahnentwicklungskonzept (14.02.2008) wurde die Maßnahme in den sogenannten Korb 1 - Maßnahmen im Bau und in Vorbereitung - eingestuft. Den Ausführungsbeschluss fasste der Rat am 08.07.2010. Die Bezirksregierung hat den Planfeststellungsbeschluss am 30.09.2010 gefasst und ihn der Stadt Dortmund übersandt. Am 13. Dezember 2010 erlangte der Beschluss seine Rechtskraft.
Die Finanzierung
Bei der niveaufreien Ausfädelung der Stadtbahn handelt es sich um eine Maßnahme nach dem Eisenbahn-Kreuzungsgesetz. Die Kosten werden zu einem Drittel von Bund, Land und der Stadt Dortmund getragen. Weitere Kosten für die Verlängerung der Zweigleisigkeit Richtung Aplerbeck und weitere städtische Planungen in diesem Bereich werden von der Stadt Dortmund mit ÖPNV-Förderung finanziert.
Was soll passieren?
Die Planungen sehen Folgendes vor: Die zweigleisige – insgesamt 1.100 Meter lange - Trasse der Stadtbahn verläuft am Baulosanfang im Anschluss an die Haltestelle Hauptfriedhof Richtung Aplerbeck und zwar im Mittelbereich der B1/A 40. Die Trasse „taucht“ über eine Rampe ab und unterquert die südliche Fahrbahn in einem Tunnel. Über eine Rampe wird die Trasse dann wieder an die Oberfläche geführt und verläuft anschließend parallel zum Individualverkehr in der Marsbruchstraße bis zur neuen Haltestelle. Dort wird die neue Strecke mit einer Weiche an die alte Bestandsstrecke angeschlossen.
Die neue Haltestelle "Allerstraße / LWL-Klinik Dortmund" fasst die bisherigen Haltepunkte „Vahleweg“ und „Allerstraße“ zusammen. Sie wird im Straßenniveau mit einem 60 Meter langen Mittelbahnsteig ausgerüstet. Zum barrierefreien Ein- und Ausstieg in das Stadtbahnfahrzeug wird der Bahnsteig 92 cm hoch und über Rampen bequem erreichbar sein.
Im Zuge des Neubaus wird auch die Marsbruchstraße entsprechend angepasst. Zur Sicherung des kreuzenden Individualverkehrs sowie zur Gewährleistung eines störungsfreien Stadtbahnbetriebes wird der Straßenraum der Marsbruchstraße aufgeweitet und separate Abbiegespuren eingerichtet. Ein Grünstreifen wird das Umbaugebiet optisch auflockern und gleichzeitig den ÖPNV- und den Individualverkehr trennen. Auf der östlichen Straßenseite entsteht ein Gehweg, auf der westlichen Seite ein kombinierte Geh- und Radweg.
Aktuell:
Die bauvorbereitenden Rodungsarbeiten für die Verlegung der Versorgungsleitungen erfolgten Anfang 2011. Es wurden Einzelbäume an der B1 sowie weitere Einzelbäume im Bereich der Marsbruchstraße bis Allerstraße gefällt. Der Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild wurden durch Ersatzpflanzungen von Alleebäumen kompensiert. An der Lichtendorfer Straße wurden 29 Säuleneichen im März 2011 gepflanzt. 38 Vogelkirschen wurden im Januar 2012 in der Herrenstraße gepflanzt. Auf der Südseite der Vellinghauser Straße wurden im Frühjahr 2012 44 Stieleichen und im Januar 2013 weitere 18 Stieleichen auf der Nordseite gepflanzt. Von den 180 vorgesehenen Ersatzbäumen wurden somit bereits 129 neue Bäume gepflanzt. In der Zeit vom 25. bis 27.02.2013 wurden weitere 109 Bäume im Mittelbereich der B1 und in der Marsbruchstraße gefällt damit die Bauarbeiten für den Tunnelbau begonnen werden konnten.
Diese schlossen nach der Baustelleneinrichtung im April 2013 an. Derzeit werden mittels zweier Großbohrgeräte der sogenannte Bohrträgerverbau (Berliner Verbau) ausgeführt. D.h. es werden Bohrlöcher für die etwa 12 m langen Stahlträger der zukünftigen Bohrpfahlwand erstellt. In deren Schutz wird dann später der Tunnel "ausgegraben".
Für die Arbeiten ist es notwendig, stadteinwärts die linke äußere Spur zu sperren. Diese wird voraussichtlich nach den Sommerferien wieder zur Verfügung stehen. Stadtauswärts wurde es notwendig, vorübergehend die Rechtsabbiegespur in die Marsbruchstraße zu verkürzen.
Downloads zum Thema:
- Download
- Baulos 75 , Abzweig in die Marsbruchstraße - Lageplan (Juli 2009)
- Download
- Baulos 75, Abzweig in die Marsbruchstraße, Haltestelle Vahleweg - Lageplan (Juli 2009)


